Think Tank

Bestehend aus zehn Mitgliedern verschiedener Nationalitäten (Großbritannien, Deutschland, Rumänien, Griechenland, Frankreich, Italien … ) zielt der Think Tank des Instituts darauf ab, Experten, Praktiker und Fachleute aus dem internationalen Privatrecht zusammenzubringen, um Fragen des internationalen Rechts zu erörtern, und er schlägt gegebenenfalls Empfehlungen vor, die in das Gemeinschaftsrecht integriert werden könnten.

Der Think Tank hat sich bereits mehrerer Fragestellungen angenommen, darunter:

  • Die Frage der Verjährung von grenzüberschreitenden Verkehrsunfällen im Nachgang zu der Beratung der Europäischen Kommission Ende 2012.

In der Tat sind europäische Reisende, die Opfer eines Verkehrsunfalls in einem anderen Land der EU werden, gezwungen, Schadenersatz für den erlittenen Schaden nach ausländischem Recht geltend zu machen. Jedes EU-Land hat seine eigenen Regeln für die Entschädigung und jeweils unterschiedliche Fristen für die Geltendmachung eines Anspruchs, die von 1 Jahr bis zu 10 Jahren reichen können. In einigen Fällen, wenn die Verjährungsfristen in dem EU-Land, in dem sich der Unfall ereignet hat, besonders kurz sind, läuft das Opfer Gefahr, keine Entschädigung für den erlittenen Schaden zu erhalten. Ebenso sind Reisende oftmals nicht ausreichend über den Zeitpunkt des Beginns der Verjährungsfristen oder ihre Unterbrechungsmöglichkeiten informiert. Diese Situationen sind unfair für die Opfer, daher wird dieses Problem regelmässig an den Europäischen Verkehrsrechtstagen erörtert, um Verbesserung für die Verkehrsopfer einzubringen.

  • Unfälle, die von einer Kombination aus einer Zugmaschine und einem Anhänger  verursacht werden: Wie kann die vollständige Entschädigung eines Geschädigten im Hinblick auf die Vielfalt des anwendbaren Rechts in diesem Bereich sichergestellt werden?

Auch andere Themen werden im Think Tank erörtert, z.B. Fragestellungen im Zusammenhang mit der Direktregulierung durch den Haftpflichtversicherer, die Entschädigung für Opfer im Falle einer Insolvenz eines Versicherungsunternehmens und effektives Anwaltskostenmanagement.

Neben dieser Tätigkeit arbeitet der Think Tank daran, die Website des Instituts zu ergänzen durch:

  • eine rechtsvergleichende Datenbank;
  • Beobachtung der Entwicklungen im Gemeinschaftsrecht und
  • aktuelle Rechtsinformationen nach Ländern.

Der Zugang zu diesen neuesten Informationen wird beschränkt auf Mitglieder des Instituts und Teilnehmer der Konferenzen. Kontaktieren Sie bei Interesse info@idec.lu .